Bärlauch 

Bärlauch ist einfach lecker.

Ein volkstümlicher Name für den Bärlauch ist „Hexenzwiebel“.

Es ist bekanntes und beliebtes heimisches Wildkraut, das im Frühjahr in schattigen, feuchten Wäldern – meist unter Laubbäumen- wächst und wegen seines ähnlich dem Knoblauch, aber mit eigenen Heilwirkungen, und in der Küche vielseitig einsetzbar ist. Wenn der Bärlauch blüht, schmecken die Blätter leider nicht mehr so- sie werden ledrig.

Das heißt ab ca. Ende Februar bis Mai sollte man (je nach Region) ernten.

 

Achtung! Verwechlsungsgefahr mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlose. Bärlauch hat einzelne Lanzenblätter die nach Knoblauch duften, während die gifitgen „Kollegen“ mit 2 und mehr Blättern pro Stengel erscheinen.

 

Es gibt viele Rezepte mit Bärlauch

Bärlauchbutter: Butter, Citronensaft, Salz und klein gehackte Bärlauchblätter vermengen, portionieren und einfrieren. So hat man das ganze Jahr über Bärlauchbutter.

Und dann noch:

Bärenkraft und Winterschlaf: Ein zentraler Mythos besagt, dass Bären nach ihrem Winterschlaf als Erstes Bärlauch fressen, um ihren Darm zu reinigen und neue Lebensgeister zu wecken. In der germanischen und keltischen Vorstellung übertrug die Pflanze diese „Bärenkraft“ auf den Menschen.

Die Edda: In der germanischen Mythologie (Edda) wird der Lauch als eine der ersten und heilkräftigsten Pflanzen seit der Welterschaffung erwähnt. Edle Helden wie Helgi der Hundingstöter wurden als „edel Lauch“ bezeichnet, was Reinheit und Stärke symbolisierte.

Planeten-Zuordnung: In der traditionellen Kräuterkunde wird der Bärlauch dem Planeten Mars zugeordnet, der für Durchsetzungskraft und kriegerische Stärke steht.

Walpurgisnacht: Traditionell wurde Bärlauch am 30. April gegessen, um sich vor negativen Einflüssen und „Hexenenergie“ zu schützen. Er galt als Mittel gegen dunkle Energien und zur allgemeinen Regeneration.

Schutz vor Seuchen: In früheren Zeiten wurde das Kraut bei Epidemien eingesetzt, da man glaubte, seine magische Reinigungskraft könne vor Infektionskrankheiten schützen

Steinzeit & Antike: Funde belegen, dass Bärlauch bereits in der Jungsteinzeit in Mitteleuropa bekannt war. Römer, Kelten und Germanen schätzten ihn als Heilpflanze mit „magischen Kräften“.

Mittelalter: Er war fester Bestandteil von Klostergärten. Hildegard von Bingen (12. Jh.) empfahl ihn zur Blut- und Darmreinigung sowie bei Verdauungsstörungen. Er galt als wirksames Mittel gegen Infektionen und sogar zur Vertreibung von „Vampiren“

© Copyright 2026 Anne Hebert | zertifizierte Wildkräuterexpertin | Alle Rechte vorbehalten! | Designed by horgai.IT