Gänseblümchen

Das Gänseblümchen ist nicht nur einfach hübsch, es ist mehr.

Wirklich spannend ist:

-Heliotropismus (Sonne folgen) die Blüten folgen der Sonne, d.h. sie „wandern“ im Tagesverlauf  von Osten nach Westen

-Photonastie (Öffnen und Schließen)

  • Schließen: Bei Sonnenuntergang, in der Nacht oder bei trübem Regenwetter schließen sich die Blütenblätter. Dies schützt den empfindlichen Pollen vor Feuchtigkeit und Kälte.
  • Öffnen: Sobald morgens die ersten Sonnenstrahlen auf die Pflanze treffen, entfaltet sie sich wieder.

Wenn man die ersten 3 Gänseblümchen des Jahres mit dem Mund pflückt, dann soll das Glück bringen.

Zudem besteht hier keine giftige Verwechslungsgefahr – lediglich mit der Kamille oder Margerite.

Die gesamte Pflanze, einschließlich der Wurzel, ist essbar. Sie werden in der Küche, Naturheilkunde und Kosmetik verwendet.

 

Gänseblümchen haben ein mild-nussiges Aroma und sind reich an Vitamin C und Mineralstoffen wie Magnesium und Eisen.

Probiert es einfach mal aus.

 

Rezept Gänseblümchenhonig (vegane Alternative):

-Blüten sammeln am Besten mittags, wenn die Blüten vollständig offen sind

-die Blüten ca. 80g in 500 ml Wasser kurz aufkochen, dann den Herd wieder ausschalten und über Stunden / besser über Nacht ziehen lassen (dunkel und kühl)

-die Blüten abseihen und mit ca. 500g Zucker der Wahl und einer Biocitrone vermischen, zum Kochen bringen und dann so lange sanft einköcheln bis zur gewünschten Konsistenz

-abfüllen – fertig

Alternativ kann man auch die Blüten vom Löwenzahn verwenden.

 

Und dann noch:

  • Nordische Mythologie: Das Gänseblümchen war der Göttin Freya geweiht, der Herrin der Liebe und Fruchtbarkeit. Es symbolisiert den Neubeginn und die Mutterschaft. Eine Legende besagt zudem, dass Freyas Tränen beim Kontakt mit dem Boden zu Gänseblümchen wurden.
  • Römische Mythologie: Die Nymphe Belides soll sich in ein Gänseblümchen verwandelt haben, um den unerwünschten Nachstellungen des Gottes Vertumnus zu entkommen. Ihr botanischer Name Bellis leitet sich von dieser Sage ab.
  • Kelten: Sie sahen im Gänseblümchen die Hüterin des einfachen Volkes. Einem walisischen Mythos nach streute Gott Gänseblümchen über die Erde, um Eltern zu trösten, die ein Kind verloren hatten.
  • Christliche Legende: Es gibt Erzählungen, nach denen Maria dem Jesuskind Blumen bastelte; als er diese berührte, wurden sie lebendig und zu Gänseblümchen. Die purpurne Färbung der Unterseite wird als Erinnerung an Marias Flucht nach Ägypten gedeutet.

Symbolik und Bräuche

  • Orakel: Das bekannte Abzählspiel „Er liebt mich, er liebt mich nicht…“ (Liebesorakel) nutzt traditionell das Gänseblümchen.
  • Glücksbringer: Früher glaubte man, dass das Essen der ersten drei Gänseblümchen im Jahr vor Krankheiten schützt. Eine am Hals getragene Wurzel sollte Verstand und Glück schenken.
  • Blumensprache: Es steht für Unschuld, Treue und das Versprechen, ein Geheimnis zu bewahren.