Jiaogulan

Das Kraut der Unsterblichkeit-die Geschichte reicht weit über 600 Jahre zurück.

Meine Erfahrungen:

Ich habe diese Pflanze seit über 10 Jahren ganzjährig im unbeheizten Wintergarten als Unterpflanzung. Sie ist somit immergrün, völlig unkompliziert und ich kann jederzeit Blätter für den Tee ernten.

Hinweis: In Deutschland ist das Jiaogulan nicht als Heilpflanze anerkannt- was im Gegensatz zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) steht.

Die Erde ist normale Kräutererde mit Sand gemischt. Gynostemma pentaphyllum hat einen relativ hohen Wasserbedarf. Nach dem Ausbürsten meiner Langhaarkatzen stecke ich die Fellreste zusätzlich in die Erde als Dünger und Wasserspeicher.

Mittlerweile ist das Kraut so groß, dass man aufpassen muss, das sie nicht die Nachbarpflanzen überwuchert. An einem Rankgerüst kann man sie gut leiten.

Die Vermehrung klappt prima über Ableger, indem ich die Ranke einfach über einen Topf lege und die Wurzeln in der Erde des Nachbartopfs gebildet werden.

Geschichte:

  • Im Jahr 1406 beschrieb der chinesische Gelehrte und Prinz Zhu Xiao die Pflanze in seinem Buch „Heilkräuter gegen die Hungersnot“ (Jiu Huang Ben Cao).
  • Der Zweck: Ursprünglich wurde Jiaogulan dort nicht primär als Medizin, sondern als essbare Wildpflanze und Notnahrung für Zeiten von Ernteausfällen katalogisiert. Erst Ende des 16. herbeigeführten Jahrhunderts wurde es in medizinischen Abhandlungen als Heilmittel gegen Entzündungen erfasst.
  • Die Volkszählung: Bei einer Volkszählung in China in den 1970er Jahren fiel den Behörden auf, dass in bestimmten Bergregionen der Anteil der über 100-jährigen Menschen weit über dem Landesdurchschnitt lag. Medizinische Untersuchungen machten schnell den regelmäßigen Konsum des lokalen Jiaogulan-Tees dafür verantwortlich. Dies brachte der Pflanze den Namen Xiancao („Kraut der Unsterblichkeit“) ein.
  • Unabhängig davon suchte der japanische Forscher Dr. Tsunematsu Takemoto in den 1970er Jahren nach einem alternativen, natürlichen Süßstoff. Bei der Analyse von Jiaogulan stellte er überrascht fest, dass die Pflanze chemische Verbindungen (Gypenoside) enthält, die den Wirkstoffen des weltberühmten Ginsengs verblüffend ähnlich sind.

Die arme Landbevölkerung in den Bergen nutzt sie täglich als belebenden Tee vor der Feldarbeit.