Rosmarinöl

Glücksklee (Oxalis tetraphylla, oft auch Oxalis deppei)
Ich habe meinen Liebling schon seit Jahren.
Meine Erfahrungen:Im Sommer hängt er an den Ästen der Korkenzieherweide, was ihm sichtlich gefällt und im Winter im unbeheizten Wintergarten. Im Winter schaut er aus, wie nicht mehr lebend, die Blätter hängen dürr nach unten, aber im Frühjahr, wenn ich ich alles Alte vom Vorjahr entfernt habe, treibt er wieder zuverlässig aus. Im Sommer bekommt er meist täglich ordentliche Wassergaben, im Winter nur einige Tropfen pro Woche.
Die Erde: gute Erde mit etwas Sand
Vermehrung: Glücksklee lässt sich sehr einfach über seine unterirdischen Brutknollen (Zwiebeln) vermehren.
Und was das Beste ist -er ist auch noch in kleinen Mengen essbar (Menschen mit Nierenproblemen, Rheuma oder Gicht sollten auf den Verzehr komplett verzichten). Vorsicht bei gekauften Pflanzen: Niemals den Klee essen, den man frisch zu Silvester im Supermarkt oder Blumenladen gekauft haben. Diese Pflanzen sind fast immer mit Pflanzenschutzmitteln oder Stauchungsmitteln behandelt. Der Verzehr ist unbedenklich bei selbst gezogenen oder gründlich umgetopften, unbehandelten Blätter.DIes ist aber eigentlich selbstreden, da es ja so mit allen essbaren Pflanzen ist.
- Dekoration: Die vierzähligen Blätter und rosafarbenen Blüten eignen sich hervorragend als optisches Highlight auf Torten, Desserts oder Salaten.
- Aroma: Fein gehackt passt der Klee gut in Kräuterquark, Saucen oder zu Fischgerichten, wo sonst Zitrone verwendet wird.
Rezept: Sauerklee- Kräuterbutter (Perfekt zu Grillfleisch oder Baguette)
- Zutaten: 250 g weiche Butter, 1 Handvoll Sauerklee (Blätter und Blüten), 1 kleine Knoblauchzehe (optional), Salz und frisch gemahlener Pfeffer.
- Zubereitung:
- Den Sauerklee gründlich waschen, trocken tupfen und fein hacken.
- Die weiche Butter mit einer Gabel schaumig rühren.
- Die gehackten Kräuter und den gepressten Knoblauch unterrühren.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- In Pergamentpapier zu einer Rolle formen und im Kühlschrank fest werden lassen.
Erfrischende Sauerklee-Limonade
- Zutaten: 2 Handvoll Sauerklee (Blätter und Stiele), 1 Liter stilles Wasser, 3–4 EL Zucker oder Sirup oder Stevia Blätter, Eiswürfel, ein paar Scheiben Bio-Gurke.
- Zubereitung:
- Den gewaschenen Sauerklee zusammen mit dem Wasser und dem Zucker in einen Standmixer geben.
- Alles auf höchster Stufe kräftig durchmixen, bis das Wasser eine hellgrüne Farbe annimmt.
- Die Mischung durch ein feines Sieb oder ein Passiertuch gießen, um die Pflanzenreste herauszufiltern.
- Die Limonade im Kühlschrank kalt stellen und im Glas mit Eiswürfeln und Gurkenscheiben servieren.
Geschichte: Die Geschichte des Glücksklees ist eine faszinierende Verknüpfung aus uralter europäischer Mythologie und einer botanischen Entdeckungsreise im 19. Jahrhundert. Das Symbol und die tatsächliche Pflanze verschmolzen erst spät zu der Tradition, die wir heute kennen. Er stammt ursprünglich aus den Hochebenen Mexikos, wo er wild in rauen Bergregionen wächst. Im Jahr 1839 wurde die Knollenpflanze erstmals als exotische Zierpflanze nach England eingeführt. Aufgrund seiner Seltsamkeit – jedes einzelne Blatt treibt genetisch bedingt immer exakt viergeteilt aus – faszinierte die Pflanze die europäischen Gärtner. Da die kleinen Zwiebeln im dunklen europäischen Winter durch gezielte Wärme in den Gewächshäusern exakt zum Jahreswechsel zum Austreiben gebracht werden können, etablierte sich der Glücksklee ab dem frühen 20. Jahrhundert als der florale Neujahrsgruß.