Ich habe diese pflegeleichte Pflanze bereits seit Jahren. Man muss den DUft mögne, aber ich habe immer das Gefühl, wenn ich leicht über die Blätter streife, Bilder von Kirchen zu sehen. Der Duft ist tatsächlich genau so.

Meine Erfahrungen: Nachdem mir vor über 10 Jahren eine Weihrauchgeranie im Garten eingegangen ist, da ich sie zu früh „raus gestellt“ hatte, kommt die neue Frostbeule nur noch im  Sommer in den Wintergarten und relativ früh wieder ins Wohnzimmer- dies hat sich seit fast 10 Jahren bewährt.  Die Antimücken-Geranie​ ist mittlerweile ein stadtlicher Busch.

Die Erde ist mit Sand gemischt, Dünger gibt es so gut wie keinen, wenn dann mal etwas Bananenschalensud. Entgegen der allgemeinen Meinung, dass man sie sparsam gießen soll, bekommt mein Exemplar im Sommer fast täglich Regenwasser, im Winter dann auch sparsamer. Die Überwinterung findet am Südfenster statt.

Vermehren funktioniert entweder durch Stecklinge im Wasser (wobei in dunklen Gefäßen die Wurzeln sich schneller bilden) oder in Anzuchterde setzten (dann aber bitte ohne Haube, Duftgeranien faulen relativ schnell).

Wie ihr Name schon sagt: Der intensiv harzige Geruch vertreibt Stechmücken,Wespen- und Fliegenschutz effektiv von Balkon, Terrasse und aus Schlafräumen.

Wellness und Aromatherapie

  • Stressabbau: Das Streifen über die Blätter setzt Öle frei, deren Duft in der Aromatherapie als erdend, beruhigend und konzentrationsfördernd gilt.
  • Duftkissen: Getrocknete Blätter behalten ihr Aroma sehr lange. In kleine Stoffbeutel gefüllt, sorgen sie für einen frischen Duft im Kleiderschrank und halten gleichzeitig Motten fern.
  • Potpourris: Die getrockneten, filigranen Blätter sind eine ideale Basis für herbe Raumdüfte, einzelne Zweige verfeinern Sommerstäuße mit Textur und verströmen in der Vase im Zimmer kontinuierlich ihren Duft.
Wichtiger Hinweis zur Küche
Im Gegensatz zu anderen Duftgeranien (wie der Zitronen- oder Rosen-Geranie) ist die echte Weihrauch-Duftgeranie (Pelargonium exstipulatum) nicht für den Verzehr geeignet. Ihr hoher Gehalt an bestimmten ätherischen Ölen und Bitterstoffen schmeckt extrem seifig-harzig und kann zu Magenbeschwerden führen.
Geschichte:
Ursprung am Kap der Guten Hoffnung, die Wildformen aller Duftgeranien stammen aus Südafrika, vor allem aus den Winterregen-Regionen rund um das Kap. Dort wachsen sie seit Jahrtausenden auf felsigen Hängen und in kargen Landschaften.
Höfische Orangerien: Im 18. Jahrhundert wurden Duftgeranien zum absoluten Statussymbol des Adels.
Parfüm-Ersatz: Im viktorianischen Zeitalter stellte man die Pflanzen gezielt in Salons und Schlafräumen auf. Da die Kanalisationen und die allgemeine Hygiene der damaligen Zeit zu wünschen übrig ließen, nutzte man das intensive Aroma der Duftgeranien als natürliche „Waffe“ gegen unangenehme Gerüche und um Insekten fernzuhalten.