Ich habe meine Oleander schon seit Jahren. Sie werden von Jahr zu Jahr immer schöner und größer.
Wichtig: Alle Pflanzenteile (Blätter, Blüten, Zweige und der Pflanzensaft) sind stark giftig.
Namensherkunft: Nerium=nass & Oleander=Ölbaum
Meine Erfahrungen:
Dieser grüne Mitbewohner ist absolut pflegeleicht. Im Sommer steht er in der prallen Sonne „angelehnt an eine Wand und der Untersetzer ist fast stetig mit Wasser gefüllt- hier auch gerne mal Leitungswasser nehmen und im Winter zieht er in die Garage ohne Fenster um und die Wassergaben werden eingestellt.
Erde: Normale Kübelpflanzenerde mit Langzeitdünger.
Vermehrung: Ich bevorzuge die Stecklingsvariante im Wasser (dunkles Gefäß unbedingt benutzen). Es geht aber auch über Stecklinge in Anzuchterde. In warmen /heißen Sommern bildet diese Schönheit Samenschoten. Ich entferne sie immer, da sie gefühlt dem Oleander die Kraft für die Blütenbildung nehmen (unbedingt Handschuhe dabei tragen!)
Schneiden: Ein starker Rückschnitt ist meist im zeitigen Frühjahr ratsam. Dabei werden zu langen oder verkahlten Trieben eingekürzt. Wichtig: Da Oleander die Blütenknospen für das Folgejahr schon im Spätsommer anlegen, blühen radikal zurückgeschnittene Äste im nächsten Sommer oft nicht.
Verwendung:Kübelpflanze, Sichtschutz und kombiniert mit Olive, Citrone und Co. ein echt mediterranes Erlebnis.
Geschichte:
Die Geschichte des Oleanders (Nerium oleander) reicht weit in die Urzeit zurück und ist seit über 2.000 Jahren eng mit der Kultur des Mittelmeerraums verknüpft. Schon immer faszinierte die Pflanze die Menschen durch den extremen Gegensatz von spektakulärer Schönheit und tödlicher Giftigkeit.
In der griechischen und römischen Antike war der Oleander fester Bestandteil des Lebens und der Sagenwelt. Bei Ausgrabungen in der vom Vesuv verschütteten Stadt Pompeji fand man wunderschöne Wandmalereien (Fresken), die beweisen, dass wohlhabende Römer den Oleander bereits als Zierpflanze in ihren Innenhöfen hielten.
Waffe gegen Schädlinge: Im Mittelalter nutzte man die starke Giftigkeit im Alltag aus. Zerriebene Blätter wurden als Rattengift, Mäusegift oder zur Bekämpfung von Parasiten und Hautkrankheiten eingesetzt.
Der Traum vom Süden:
In Zeiten von Fernweh und dem Wunsch nach Erholung im eigenen Zuhause ist der Oleander die Symbolpflanze für das sogenannte „Living Cocooning“ auf Balkonien geworden. Er liefert maximale Blütenpracht bei minimalem Pflegeaufwand, solange die Sonne scheint und die Gießkanne voll ist.
Ich kann diesen treuen Wegbegleiter nur empfehlen!