Gewürzrinde, Cassia corymbosa, Senna corymbosa / Cassia

Sie verdankt ihren Namen dem würzigen Duft, den die Pflanze verströmt. Sie ist jedoch nicht essbar!

Mein wunderbares Exemplar habe ich nun schon seit Jahren. Wir beide sind in dieser Zeit durch dick und dünn gegangen. Angefangen von einem extremen Spinnmilbenbefall bis zu fast erfroren, da ich diese Schönheit zu früh ins Freie gestellt habe.

Meine Erfahrungen: Die Cassia kann ein treuer Wegbegleiter sein, wenn man einige Pflegeanforderungen berücksichtigt. Unbedingt eher später als zu früh ins Freie räumen- nach den Eisheiligen und dann noch etwas später und im Winter unbedingt kühl, auch wenn sie dann Blätter abwirft ist das besser, als einen Spinnmilbenbefall, wenn der Überwinterungsstandort zu warm ist.

Erde: normale Blumenerde mit Langzeitdünger

Standort: im Sommer schön warm, evtl. windgeschützt und im Winter kühl

Gießen und Düngen: Im Sommer viel Wasser und ich bevorzuge Langzeitdünger. Im Winter sehr sparsam und nicht mehr düngen.

Schneiden und Vermehrung: Ich kürze die Triebe im Herbst, wenn der Rückzug in den Wintergarten ansteht kräftig ein. Diese Stecklinge stecke ich in Erde, stülpe eine Tüte für die Luftfeuchtigkeit drüber und stellen sie bei ca. 18 Grad auf.

Verwendung: Die Gewürzrinde als Pflanze (Senna corymbosa) wird ausschließlich als Zierpflanze genutzt.  Kaufreudige Haustiere wie Katzen, Hunde oder Kaninchen müssen unbedingt von der Pflanze ferngehalten werden, da sie auch für Tiere leicht giftig ist.

Geschichte: Die Gewürzrinde (Senna corymbosa) stammt ursprünglich aus den subtropischen Regionen Südamerikas. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich entlang von Flussläufen, Feuchtgebieten und Waldrändern in Argentinien, Uruguay, Paraguay und Südbrasilien. Dort wächst sie als wilder, mehrjähriger Strauch. Aufgrund ihrer engen botanischen Verwandtschaft zu Arten, deren Inhaltsstoffe stark abführend wirken (z. B. Senna alexandrina), wurden Pflanzen dieser Gattung historisch in verschiedenen indigenen Kulturen sowie in der frühen arabischen Medizin als wirksame Heilpflanzen geschätzt. Im Jahr 1796 wurde Senna corymbosa erstmals offiziell nach Europa eingeführt. Heute, rund 230 Jahre nach ihrer Ankunft in Europa, hat sich die Gewürzrinde von einer elitären Orangerie-Pflanze zu einem weit verbreiteten und geschätzten Standard-Klassiker für sommerliche Balkone und Terrassen entwickelt.

Es lohn sich, diese Schönheit zu pflegen. Ihre Blüten sind einfach ein Traum.